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in den Inselbädern auf Usedom

Geschichte Karlshagen

Villenviertel in Karlshagen
Strandkolonie 1931 Karlshagen

Die Gründung des Ortes geht auf das Jahr 1892 zurück. Anfangs von Bauern und Fischern besiedelt, entwickelte sich Karlshagen bereits ab Mitte der 8oer Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu einem Seebad.
Im Zuge der allgemeinen Entwicklung der Insel Usedom für das Badewesen, kamen erste Ausflügler und wanderlustige aus dem nahen Zinnowitz und Wolgast, um die Ruhe und Abgeschiedenheit am herrlichenbreiten Stand und den ausgedehnten Wäldern zu genießen. Im Strandbereich, ca. 10 Min. vom eigentlichen Ort entfernt, entstanden die ersten Hotels und Pensionen. In den Folgejahren entwickelte sich hier in den Sommermonaten ein reges Treiben. Weitere Hotels und Pensionen, Cafes und Geschäfte gründeten sich, ein Warmbad an der Strandstraße, Kaltbäder – getrennte für Damen und Herren – entstanden am Strand und eine 1oo mtr. Lange Landungsbrücke wat allabendlich ein beliebter Treffpunkt. Von hier aus bot sich ein herrlicher Fernblick zur Insel Rügen, zur Oie mit ihrem Leuchtfeuer und entlang der Usedomer Küste bis zum Streckelsberg bei Koserow, der höchsten Erhebung der Insel Usedom.
Zu Beginn des Jahres 1936 wurde der gesamte nördliche Teil der Insel Usedom vom Heereswaffenamt den damaligen Besitzern für 75o ooo.- Mark abgekauft un es entstand inmitten der noch unberührten Natur des Peenemünder Hakens die Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Im seit dieser Zeit geheimnisumwitterten Peenemünde begann l937 der Bau modernster zukunftsorientierter Labors und des damals leistungsstärksten Überschallwindkanals der Welt.

Unter der Leitung des Militärwissenschaftlers W.Dornberger forschten und arbeiteten junge dynamische Ingenieure , wie W. v. Braun und Dr. Steinhoff an modernster Waffentechnik, deren Kernstück, die Flüssigkeitsrakete A 4 mit ihrem erfolgreichen Probeflug vom Prüfstand VII am 3.1o.42 das Zeitalter der Raumfahrt eröffnete. Unter größten Voraussetzungen der Geheimhaltung wurden hier Voraussetzungen für den Serienbau der so genanten Wunderwaffen V1 und V2 geschaffen, bis am 17.o8.43 durch einen schweren Bombenangriff der Alliierten das Geheimnis offenbar wurde.
Für Karlshagen bedeutete dies, dass ab l937 der für den Ort so wichtige Fremdenverkehr für viele Jahre ausblieb. Erst Anfang der 5oer Jahre kamen wieder vereinzelte Sommergäste. Durch die Kriegswirkungen stark zerstört – die Strandkolonie, das eigentliche Seebad Karlshagen existierte nicht mehr – bot Karlshagen kaum Übernachtungsmöglichkeiten.
Das nach 1953 im Strandbereich neu errichtete Ferienzentrum wird nun, da dass betriebliche Ferienwesen seine Bedeutung weitgehend verloren hat, wieder entfernt und hierdurch bietet sich für Karlshagen die Möglichkeit, bei der Planung neuer Ferienkomplexe, diese auf ihre Unverträglichkeit zu prüfen, die kulturellen Eigenheiten dieser Region zu berücksichtigen und somit einen familienfreundlichen Urlaubsort mit Umweltqualität zu schaffen.

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