Inseln
in der Ostsee

Schnellbuchung

Ausflug zur Greifswalder Oie

Greifswalder Oie - die 54 Hektar große etwa 12 km nordöstlich von Peenemünde gelegene Insel ist ein wunderschönes Stück Natur in der südlichen Ostssee - genannt das Helgoland der Ostsee. Die wechselvolle Geschichte des Eilandes begann mit dem Verkauf der Insel von der Stadt Wolgast an die Stadt Greifswald im Jahre 1291 - daher auch der Name Greifswalder Oie. Über Jahrhunderte wurde Landwirtschaft auf der Insel betrieben und es wurde Schiffbrüchigen und in Seenot Geratenen geholfen. Im vergangenen Jahrhundert wurde die Insel zum militärischen Sperrgebiet, der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde zugeordnet und nach 1945 von der NVA weiter genutzt. Mit der Wende war die Insel kurzzeitig "herrenlos" und die wenigen darauf befindlichen Gebäude wurden durch Vandalismus erheblich beschädigt...

 

Tagesausflügler können den Leuchturm erklimmen

Der Leuchtturm auf der Greifswalder Oie in der Ostsee ist der letzte von über 60 Leuchttürmen an der deutschen Ostsee- und Nordseeküste, der jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. 15 Personen können zur gleichen Zeit den Leuchtturm besteigen und haben aus luftiger Höhe einen herrlichen Blick über dei Ostsee bis hin zu den Küsten von Rügen und Usedom.. Den Schlüssel für den Leuchtturm verwalten Anke und Ingolf Teßnow, Inhaber der Apollo-Reederei in Peenemünde. An Bord der MS „Seeadler“ gelangen Besucher auf die Oie.

Der Leuchtturm Greifswalder Oie

hat seinen Standort am Übergang zum freien Seeraum der Ostsee. Die Grundsteinlegung erfolgte 1853 durch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Der heute unter Denkmalschutz stehende achteckige Turm wurde am 1. Oktober 1855 offiziell in Betrieb genommen und besitzt als einziger Leuchtturm an der Ostsee ein linksdrehendes Licht. Er ist bis heute der lichtstärkste Leuchtturm Mecklenburg-Vorpommerns.
In den Anfangsjahren wurde das Licht mit Rapsöl erzeugt, ab 1885 wurden Petroleumlampen dazu verwendet. Ab 1939 wurde elektrischer Strom zur Lichtsignalgebung genutzt. Seit den 1970er Jahren wird der Leuchtturm ferngesteuert. Der letzte Wärter verließ ihn 1978 und beendete damit die 120-jährige Geschichte der Leuchtfeuerwärter auf der Insel.

 

 

 

 

 

Leuchturm der Insel Oie

Vogelberingung auf der Oie

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Insel mehrmals den Besitzer, bis sie schließlich im 19. Jahrhundert in den Besitz der Universität Greifswald überging. Die Universität nutzte die Insel zunächst für Forschungszwecke, insbesondere für geologische und botanische Studien. Im Jahr 1885 wurde auf der Insel ein Leuchtturm errichtet, der bis heute in Betrieb ist und eine wichtige Rolle bei der Navigation von Schiffen in der Ostsee spielt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Greifswalder Oie von der deutschen Wehrmacht besetzt und als Stützpunkt genutzt. Nach dem Krieg wurde die Insel unter sowjetische Verwaltung gestellt und diente als militärischer Stützpunkt der Roten Armee. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wurde die Insel wieder der Bundesrepublik Deutschland übergeben.
Heute ist die Greifswalder Oie ein wichtiger Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und ein beliebtes Ausflugsziel für Naturfreunde und Vogelbeobachter. Die Insel ist jedoch auch ein wichtiger Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, und es ist wichtig, sie zu schützen und zu erhalten.
Seit 1994 werden jährlich im Auftrag der Vogelwarte Hiddensee auf der Insel Oie rastende Vögel eingefangen um sie zu beringen. Die Insel ist ein wichtiger Vorposten vor dem Festland. Vor allem bei schlechtem Wetter im Herbst rasten hier Zugvögel auf ihrem Weg von Skandinavien in den Süden. Jährlich werden bis zu 22000 Vögel auf der Oie beringt, die kleine Ostseeinsel gilt damit als zweitgrößte Beringungszentrale Europas. Leiter der Berringungszentrale ist Mathias Mähler. Er ist auch gleichzeitig "Inselvogt"der im Auftrag des Vereins Jordsand das Naturschutzgebiet betreut.

Historische Bilder der Oie

Ein Segeltörn zur Insel Oie

Nach oben